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Weiden hat das Riesenglück, einen absolut rührigen Stadtarchivar mit Dr. Sebastian Schott zu haben. Er hatte in Regensburg und Tel Aviv studiert und zur jüdischen Geschichte Weidens seine Dissertation geschrieben. „Weiden a mechtige kehille: Eine jüdische Gemeinde in der Oberpfalz vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts“ (ISBN-10: 3926817712 ISBN-13: 9783926817716) ist die Grundlage der jüdischen Geschichte in dieser Stadt. Ihm ist zu verdanken, dass die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Weiden auch während der Zeit des Nationalsozialismus gut aufgearbeitet ist.
Ein weiterer Glücksfall ist die Journalistin und Autorin Christine Ascherl. Grundlage ihrer Arbeit und Recherchen war Sebastian Schotts Dissertation. Es gelang ihr mit ihrem Buch „Jüdische Familien / Schicksale hinter den Stolpersteinen in Weiden in der Oberpfalz“ (ISBN-10: 3955871150 ISBN-13: 978-3955871154) neue Erkenntnisse zu gewinnen und das Schicksal der Weidener Juden im Nationalsozialismus lebendig zu machen. Ihr Buch ist für uns ein Arbeitsbuch, das wir beim Putzen der Stolpersteine dabei haben.
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. (GCJZ) ist in Weiden sehr aktiv und unterstützt die Erinnerungsarbeit, auch mit Veranstaltungen.
Inzwischen sind in Weiden für die ehemaligen jüdischen Mitbürger 62 Stolpersteine verlegt. Damit ist die Erinnerung an sie im öffentlichen Raum präsent.
Wir freuen uns und bedanken uns für die bisher geleistete hervorragende Erinnerungsarbeit.
Deshalb konzentriert sich unsere Erinnerungsgruppe, bis auf die Pflege der Stolpersteine, nicht auf die jüdische Geschichte in Weiden, da wir auch wissen, dass dort die Erinnerungsarbeit fortlaufend weitergeführt wird.
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